Dienstag, 03. Februar 2015

Dinkel in aller Munde: Ein uraltes Getreide startet voll lecker durch

Dinkel schmeckt nussiger und deutlich aromatischer als sein um viele Jahrhunderte jüngerer Bruder, der Weizen. Aber genau wie dieser kann Dinkel für Backwerk, Gebäck, Nudeln und andere Speisen verwendet werden. Es gibt Dinkel als Dinkel-Grieß für Griesnockerl-Suppen und Gries-Sterz, als Dinkel-Schrot für Müslis, als Dinkel-Reis oder als Dinkel-Körner, die man zu Dinkel-Mehl vermahlen kann… Und natürlich lässt man sich mit Vorliebe auch alle Sorten Dinkel-Nudeln schmecken: Dinkel ist ein echter Allrounder.

Lange Zeit war Dinkel (Triticum spelta) vergessen und wegen seiner geringeren Ausbeute verpönt. Mit Weizen im industriellen Anbau ließen und lassen sich viel höhere Erträge erzielen. Erst vor ca. 20 Jahren begannen erste Landwirte, in Mitteleuropa wieder Dinkel auf ihren Feldern anzubauen. Eine der Ursachen dafür: Dinkel ist wesentlich widerstandsfähiger und lässt sich – im Gegensatz zu Weizen – nicht von chemischen Düngern beeinflussen. Dinkel reift auch ohne Fungizide und Pestizide. Daher ist Dinkel u. a. ideal für die Bio-Landwirtschaft.
Der Grund für diese Unbeirrtheit im Wachsen und Gedeihen liegt darin, dass das Korn mit einem so genannten Spelz fest verwachsen und dadurch gut geschützt ist. Um es verwenden zu können, muss es zuvor entspelzt werden. Damit fällt bei Dinkel – wieder im Gegensatz zu Weizen – ein zusätzlicher Arbeitsschritt an.

Der Dinkelanbau reicht bis in den Südwesten Asiens und viele tausend Jahre zurück, auch die alten Ägyptern und Kelten haben ihn schon verwendet. Die Dinkelpflanze ist nämlich total genügsam. Sie gedeiht auch bei schlechtem Wetter und in Höhenlagen gut. Auffällig ist seine lange, schlanke, leicht gebogene Ähre.

Gesund ist Dinkel laut Expertenmeinung auch: Neben einem hohen Ballaststoffgehalt, der lange sättigt, ist das Urgetreide reich an den Vitaminen A, E, B1, B2 und Niacin. Bereits die bekannte Heilkundige Hildegard von Bingen (geboren um 1100 n. Chr.) soll die Vorzüge des Getreides gelobt haben: Sie bezeichnete ihn als wahres Wundermittel, das für Schönheit von innen sorgt und das Wohlbefinden verbessert: „Seine Eigenschaften sind wärmend, fettend, hochwertig, leicht zu verdauen, die Seele des Menschen macht er froh und voller Heiterkeit.“ Dinkel ist tatsächlich ein echtes Schönheitsgetreide, mit dem man sich glücklich essen kann.

Daher – und weil Dinkel so gut mundet – ist er heute wieder voll angesagt und in aller Munde. Und beliebt wie nie zuvor – lassen Sie sich’s schmecken!

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