Einfach Bier

Montag, 27. Juni 2016

Einfach Bier

Seit Jahrtausenden bekannt und geschätzt, ist Bier für viele Menschen auch heute das Lieblingsgetränk. Im Mittelalter tranken es auch Kinder. Schauen wir uns das genauer an.

Bier war schon immer zugleich Nahrungs- und Genussmittel für den Menschen. Seine Bedeutung für die Ernährung der Menschen sieht man auch an der Bezeichnung „flüssiges Brot“. Doch beginnen wir am Anfang.

Wie stellt man Bier her?

Bier wird gebraut. Die Grundzutaten dafür sind Wasser, Malz und Hopfen. Getreide wird dafür zu Malz verarbeitet und dann wird etwa 60 Grad heißes Wasser dazugegeben. Dieser Vorgang wird als Maischen bezeichnet. Hier beginnt der eigentliche Brauprozess. Die Maische wird bis auf rund 75 Grad erhitzt und dann wird die Maische ruhen gelassen, damit Enzyme den Malz in Zucker verwandeln. Die Maische wird umgeleert und dann geläutert, die festen Teile der Maische werden also von der Flüssigkeit (Würze genannt) getrennt. Nun wird die Würze mit Hopfen gekocht, dann nochmal gefiltert. Zum Schluss kommt alles in einen Kühler und eine Hefekultur wird dazugegeben. Die Hefe verwandelt den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid. Nach der Hauptgärung, die gut eine Woche dauert, wird das Jungbier noch bis zu sechs Wochen gelagert, damit es nachgären kann.

Bier im Laufe der Geschichte

Die frühesten Nachweise auf Bier stammen aus dem altmesopotamischen Raum und sind damit schon viele tausend Jahre alt. Der Codex Hammurabi, der 1700 v. Chr. entstand, enthält die älteste, überlieferte Bierschankordnung der Welt. Die Ägypter kannten auch eine Art Bier. Sie vergärten dafür halb gebackenes Brot mit Wasser. Die alten Kelten hatten mehrere verschiedenen Biersorten, die sie aus verschiedenen Getreidesorten herstellten.

Im Mittelalter entwickelte sich schließlich ein geregelter Braubetrieb in Klosterbrauereien. Zu dieser Zeit galt Bier als geeignetes Getränk für Kinder. Die mittelalterlichen Biere hatten nämlich einen geringeren Alkoholgehalt als heutige Biere. Hauptgrund war aber, dass Bier  im Mittelalter im Gegensatz zum Trinkwasser weitgehend keimfrei war.

Damals stellte Bier auch eine wichtige Ergänzung der meist knappen Nahrung dar, weil es einen hohen Kaloriengehalt hat. Außerdem konnte auch aus minderwertigem Getreide noch ein mehr oder weniger schmackhaftes Bier gewonnen werden.

Im 19. Jahrhundert setzte sich schließlich die untergärige Brauweise durch, die niedrigere Temperaturen benötigt. Sie ist seit damals die weltweit vorherrschende Brauweise.

Große Biervielfalt

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