Essig – gesunder Genuss

Dienstag, 15. Mai 2018

Essig – gesunder Genuss

Eines der ältesten Lebensmittel der Welt erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. Und das zurecht, schmeckt ein guter Essig doch nicht nur köstlich, er ist auch gesund.

Die Essigherstellung gehört zu den ältesten Herstellungsverfahren überhaupt. Schon die ersten Hochkulturen der Welt, die Babylonier und Ägypter, schätzten Essig. Sie mischten ihn vor allem mit Wasser, denn durch die desinfizierenden Eigenschaften des Essigs wurden schädliche Keime im Wasser abgetötet.

Seit Jahrtausenden hat sich an dem Verfahren der Essigherstellung nichts geändert. Grundzutaten sind noch immer Alkohol und Essigsäurebakterien, die so genannte Essigmutter.

Köstliche Vielfalt

Essigarten und -sorten gibt es viele, je nach Herstellungsverfahren und Grundzutaten.

Es gibt zwei Herstellungsverfahren: Entweder wird Essig durch Vergärung eines Grundstoffes mit der Hilfe von Essigbakterien gewonnen oder es wird aus Essigsäure gewonnene Essigessenz (Säuregehalt 25 %) mit Wasser verdünnt. Das letztere Verfahren dient z. B. der synthetischen Herstellung von Industrieessig. Kulinarisch sind nur die Gärungsessige interessant und auch hier gibt es verschiedene Verfahren, die jeweils einem unterschiedlichem Ziel dienen: Qualität oder Quantität.

Bei den Sorten ist es so, dass je nach Grundzutat unterschieden wird:

  • Alkoholessig aus Weingeist, Branntwein ...
  • Weinessig aus Wein
  • Fruchtessige aus Fruchtsäften
  • Balsamessige
  • ...

Je mehr Qualität ich möchte, desto länger dauert die Produktion. Die Könige unter den Essigen sind ganz klar die Balsamessige, deren Produktion bis zu 30 Jahre dauern kann! Diese Essige werden in Holzfässern gelagert und reifen langsam, wobei sie ein unglaubliches Aroma ausbilden.

Vielfältig einsetzbar

Essig kann vielfältig eingesetzt werden:

  • In erster Linie dient Essig als Würzmittel.
  • Hochwertige Essige stellen aufgrund ihres fein abgerundeten Säureprofils aber auch hervorragende Aperitife oder Digestive dar.
  • Mit Wasser verdünnt ist Essig ein wunderbares Erfrischungsgetränk für heiße Tage.
  • Essig ist ein natürliches Konservierungsmittel und kann eingesetzt werden, um Gemüse eingelegt haltbar zu machen.
  • Klarer Essig ist ein wunderbarer Entkalker.

Essig und Wohlbefinden

Essig wurde bereits in der Antike für medizinische Zwecke verwendet. Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike, nutzte ihn etwa zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden. Seinen Ruf als Heilmittel behielt Essig auch im Mittelalter, wo er zur Körperdesinfektion verwendet wurde.

Essig ist damit eines der ältesten, vom Menschen hergestellten Naturheilmittel. Ihm wird unter Anderem nachgesagt, dass er …

… desinfizierend wirkt

… die Verdauung unterstützt und die Darmflora stärkt

… fiebersenkende Wirkung haben soll

… den Säure-Basen-Haushalt des Körpers positiv beeinflusst

Diese vielfältigen Wirkungen werden dem niedrigen pH-Wert des Essigs zugeschrieben. Aber Vorsicht: Die Säuren des Essigs wichen auch den Zahnschmelz auf. Deshalb sollte man nach dem Genuss von Essig den Mund immer mit Wasser spülen, um die Säuren zu neutralisieren, und mindestens eine halbe Stunde warten, bevor man sich die Zähne putzt.

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