GenussRegion Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel Steppenrind

Montag, 07. März 2016

GenussRegion Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel Steppenrind

Der Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel ist eine schöne Gegend. Dazu tragen auch die Steppenrinder bei, die die dort vorherrschende Puszta-Landschaft maßgeblich prägen. Durch die besondere Ernährung dieser Rinder, erhält ihr Fleisch einen ganz unverwechselbaren Geschmack.

Die Herde Steppenrinder, die im Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel weidet, ist für die Landschaft des Nationallparks sehr wichtig. Der Weg zu dieser Erkenntnis war lang und forderte auch eine Preis.

Die Landschaft im Wandel

Über Jahrhunderte prägten Nutztierherden das Landschaftsbild des Seewinkels maßgeblich mit. Die Tiere ließen nur wenige Bäume oder Sträuche aufkommen. So wurde schließlich einer der artenreichsten Lebensräume Europas geschaffen, die Puszta. Zusätzlich waren die Herden aus Rindern, Schafen, Pferden und Schweinen wirtschaftliche Grundlage der dort lebenden Menschen.

Nachdem in der Landwirtschaft des 20. Jahrhunderts immer modernere Technologien Einzug hielten, war diese charakteristische und über Jahrhunderte gewachsene Landschaft dem Untergang geweiht. Auf höheren, trockenen Weideflächen wurden Äcker oder Weingärten angelegt, das brachte mehr Profit. Die tiefer gelegenen, feuchteren Bereiche wurden nicht mehr genutzt, denn sie warfen zu wenig ab.

Die Folgen waren fatal. Als erstes ging die Artenvielfalt bei den Pflanzen extrem zurück. Bedrohte Vogelarten hatten plötzlich keinen Lebensraum mehr und verschwanden aus dem Seewinkel. Dazu kam, dass Jungschilf nicht mehr von Tieren abgeweidet wurde. So wuchsen freie Seeflächen mehr und mehr zu.

Seit der Gründung des grenzüberschreitenden Nationalparks im Jahr 1993 hat sich die Situation wieder verbessert. 1995 wurde die Beweidung als Instrument des Flächenmanagements wieder eingeführt, seitdem grast abermals eine Herde Grauer Steppenrinder (etwa 500 Stück) in diesem Gebiet. So konnte das mit Ölweiden bewachsene Ödland wieder in eine Pusztalandschaft verwandelt werden, wodurch viele Arten wieder einen Lebensraum haben.

Perfekt angepasst

Die alte Haustierrasse des Grauen Steppenrinds hat im Burgenland Tradition. Die Tiere mit den langen, spitzen Hörnern wurden früher vor allem als Arbeitstiere eingesetzt. Sie sind perfekt an die Hitze des pannonischen Sommers, das Gelände und die Boden- und Futterverhältnisse angepasst. Andere Rassen hätten mit den nicht sehr üppigen Weideflächen Probleme, nicht aber die genügsamen und widerstandsfähigen Steppenrinder.

Obwohl die Tiere eine Haustierrasse sind, sind sie noch als halbwilde Tiere zu bezeichnen, die einen stark ausgepräten Mutterinstinkt haben.

Die Tiere werden im Rahmen biologischer Landwirtschaft nur mit Heu und biologisch angebautem Getreide gefüttert.

Das Fleisch dieser Rinder ist eine echte Spezialität. Es lässt sich wegen seiner kräftig-dunkelroten Farbe einfach von herkömmlichem Rindfleisch unterscheiden. Die wesentlich dunklere Tönung entsteht durch den höheren Muskelpigmentgehalt.

Einzigartiger Geschmack

Auch der charakteristische Geschmack ist unverwechselbar, denn er weicht vom klassischen Rindfleischgeschmack ab und erinnert eher an Wild. Das ist auf die besondere Ernährung der Rinder im Steppen- bzw. Schilfgebiet zurückzuführen.

Die Palette der Rindspezialitäten der GenussRegion “Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel Steppenrind” reicht von Frischfleisch über Schinken bis hin zu Spezialprodukten wie Würstel. Letztere sind auch bei uns im Shop erhältlich.