GenussRegion Großwalsertaler Bergkäse

Dienstag, 05. September 2017

GenussRegion Großwalsertaler Bergkäse

In Vorarlberg reift ein ganz besonderer Käse heran: der Großwalsertaler Bergkäse. Er ist köstlich, weil er nur aus besten Zutaten gewonnen wird.

Im Großwalsertal in Vorarlberg wird der Käse, für den die Region berühmt ist, noch immer in traditioneller Handarbeit hergestellt — aus naturbelassener, silofreier Rohmilch. Dann reift er mindestens acht Monate im Keller, wodurch er sein unvergleichliches, intensives Aroma entwickelt.

Da für die Herstellung dieses Käses viel Sorgfalt und großes Wissen erforderlich sind, ist es kein Wunder, dass er auch Walserstolz heißt.

Nur echte, beste Rohmilch

Die Rohmilch, die für die Käseerzeugung verwendet wird, ist ein Spiegel der Bergwiesen dieses Tals. Dort wachsen Löwenzahn, Goldhafer, Rotklee & Co. — also nur bestes Futter für die Kühe – und das schmeckt man.

Kleine Sennereien produzieren aus dieser Milch fachmännisch und mit jeweils persönlicher Rezeptur den Käse. Die Milch hat unglaubliche Qualität, weshalb sie nicht entkeimt oder pasteurisiert werden muss. Auch das trägt zum unvergleichlichen Aroma der Käsesorten aus dem Großwalsertal bei.

Gut für die Landwirtschaft

Dem Käse ist es zu verdanken, dass sich die Landwirtschaft in diesem Gebiet bis heute erhalten hat. Dank seiner Top-Qualität ist er eine wichtige Einnahmequelle geworden, wodurch er den Bergbauern das Überleben sichert.

Wie heißt es so schön: Ein von vielen Tobeln durchtobeltes Tal

Das große Walsertal liegt abgelegen nordöstlich von Bludenz. Das niederschlagsreiche Bergtal war schon immer und ist bis heute dünn besiedelt.

Viele kleine und größere Bäche, auch Tobeln genannt, durchpflügen das Tal und prägen es durch die tiefen, unzugänglichen Schluchten, die sie im Laufe der Zeit in den Fels gegraben haben. Deshalb ist das Großwalsertal im Volksmund auch ein „von vielen Tobeln durchtobeltes Tal“.

Das Tal hat eine vielfältige Landschaft, die kleinräumig sehr unterschiedlich ist. Diese Kleinräumigkeit ist auch maßgeblich für die eindrückliche Schönheit des Tals. Dort finden sich viele bunte und artenreiche Wiesen. Der gemischte geologische Ursprung und die unterschiedlichen Landschaftsformen bringen eine Vielfalt hervor, die sich auch im Futter für die Kühe spiegelt. Im Tal wachsen verschiedene Enzianarten, eine Orchidee, Fuchsschwanz, Silbermantel ... Diese Kombination ergibt den einzigartigen Geschmack der Milch und in weiter Folge des Käses.

Lange Geschichte

Das Tal wurde vor 700 Jahren erstmals von Söldnern besiedelt, die für die Überwachung wichtiger Pässe bezahlt wurden. Diese Söldner und ihre Familien galten als freie Bauern und mussten nur wenig Zins zahlen.

Je mehr Siedler ins Tal kamen, desto wichtiger wurde die Milchproduktion und die Käseherstellung. Schon Mitte des 18. Jhdts gab es in Vorarlberg mehr Käse als benötigt wurde. Dieser wurde nach Italien verkauft.

Lange Zeit galt das Großwalsertal als Armental, denn intensive Landwirtschaft ist auf den steilen Hängen nicht möglich. Heute setzt man gerade darauf, dass nur schonende Landwirtschaft möglich ist und auf hochqualitative Produkte. Die Rückbesinnung auf tradierte Bewirtschaftungsformen des Tals und die freiwillige Verpflichtung zu Qualitätsprogrammen der Bauern und Senner haben einen einzigartigen Käse hervorgebracht. Und das schmeckt man.

Hier können Sie den Großwalsertaler Bergkäse selbst kosten und sich von seiner Qualität überzeugen.