GenussRegion Mühlviertler Bergkräuter

Dienstag, 15. Dezember 2015

GenussRegion Mühlviertler Bergkräuter

In der sanft hügeligen Landschaft des Mühlviertels wachsen sie, die Mühlviertler Bergkräuter. Dabei sind die geografische Lage und das Klima für den Anbau von Kräutern alles andere als ideal. Trotzdem oder gerade deshalb, zahlt sich der Anbau aus.

Das Mühlviertel liegt in Oberösterreich, nördlich der Donau, im Granit- und Gneishochland, zwischen Jochenstein und Strudengau. Der Name des Mühlviertels leitet sich von drei Flüssen ab, die es durchziehen: der Großen Mühl, der kleinen Mühl und der, interessanter Name, Steinernen Mühl.

Diese Region steht unter der Herrschaft des mitteleuropäischen Übergangsklimas. Das heißt, dass es sowohl kontinentale als auch atlantische Einflüsse gibt. Typisch für die Region sind milde Sommertage mit kühlen Nächten, ausreichend Niederschlag und raue Winter.

In diesem, für Kräuter nicht optimalen, Klima gedeihen nun auf einer Höhe von 500 bis 900 Metern die Mühlviertler Bergkräuter. Abseits von Verkehrsschlagadern und Industriemolochen wachsen die Kräuter ungestört von äußeren Einflüssen und mit Hilfe von traditionellen Anbaumethoden auf kleinen Feldern in kontrolliert biologischen Anbau in der sanft-hügeligen Region des Mühlviertels. Chemie wird nicht eingesetzt.

Es werden viele verschiedene Kräuterarten angebaut. Man findet sowohl Teekräuter wie Zitronenmelisse oder Pfefferminze, als auch klassische Gewürzkräuter.

Warum werden nun, trotz des rauen Klimas, im Mühlviertel Kräuter angebaut?

Die Anwort: Qualität. Die klimatischen Verhältnisse der Region lassen es nicht zu, dass die Kräuter hohe Erträge abwerfen. Dafür wachsen die Pflanzen einfach zu langsam. Das hat aber auch Vorteile. Durch das langsamere Wachstum lagern die Pflanzen einen höheren Anteil an Inhaltsstoffen ein, wie etwa sekundären Pflanzenstoffen. Diese Stoffe bringen ein umso intensiveres Aroma hervor. Es wird also Angebaut unter dem Grundsatz: Weniger Ertag bei besserer Qualität.

So brauchen die Kräuter aus dem Mühlviertel den Vergleich mit internationaler Konkurrenz nicht zu scheuen. Dazu trägt auch die besonders schonende Trocknung bei. Normalerweise wird z. B. Petersilie innerhalb von 90 Minuten getrocknet. Das ist zwar gut für die Farbe, aber schlecht für das Aroma. Mit Hilfe von Umsicht und Geduld bei der Trocknung bleiben so viele Aromastoffe wie möglich erhalten. So bieten Mühlviertler Bergkräuter die perfekte Grundlage für lukullische Geschmackserlebnisse. Lassen auch Sie sich begeistern.