GenussRegion Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. – mit Rezept

Montag, 11. Juni 2018

GenussRegion Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. – mit Rezept

Tradition, geografische Verhältnisse und die Zeit haben dazu beigetragen, dass wir heute eine ganz besondere Delikatesse genießen dürfen: das original steirische Kürbiskernöl.

Durch das Zusammenspiel von Tradition, den besonderen Klima- und Bodenverhältnissen in der Steiermark sowie ein wenig Zeit entstand der Steirische Ölkürbis und damit eine einmalige Spezialität, die auch international immer mehr für Furore sorgt: das original steirische Kürbiskernöl.

Original steirisches Kürbiskernöl ist heute das Aushängeschild der steirischen Kulinarik – vollkommen zu Recht, denn das einzigartige dunkelgrüne, nach Nuss duftende und intensiv schmeckende Öl ist eine absolute Delikatesse.

Geschichte

Der Kürbis zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Die ältesten Funde wurden in Mexiko gemacht und sind rund 12.000 Jahre alt. Machen wir jetzt einen großen Zeitsprung.

Der erste erhaltene, schriftliche Hinweis darauf, dass Kürbisse in der Steiermark angebaut werden, stammt aus dem Jahr 1697.

In weiterer Folge sollte das Kürbiskernöl (das damals noch weiß war) für Salben sowie für das Militär als Wagenschmiere verwendet werden. Damals wurde nämlich noch Öl mit Kürbiskernen gepresst, die eine Schale hatten. Das heutige Kürbiskernöl entwickelte sich ab dem Jahr 1880, als Bauern das erste Mal eine weichschalige Mutation des Kürbisses entdeckten. Diese Sorte wurde in weiterer Folge vermehrt angebaut und schließlich züchteten die Steirer daraus den schalenlosen Steirischen Kürbiskern.

Bis zum ersten Weltkrieg wurde das Öl nach mühsamer Pressung nur für die Selbstversorgung verwendet.

Mit der Zeit dehnte sich das Anbaugebiet dieser Kürbissorte immer weiter aus, weshalb schon 1996 ein Herkunftsschutz von der EU ausgesprochen wurde. Das bedeutet, dass nur Kürbiskerne aus dem geschützten Gebiet zu original „Steirischem Kürbiskernöl g.g.A.“ gepresst werden; die Pressung darf ebenfalls nur dort erfolgen.

Das Klima

Der unvergleichliche Geschmack des steirischen Kürbiskernöls wird maßgeblich von den klimatischen Bedingungen der Südsteiermark beeinflusst. Dort sorgen sandige, gut durchlüftete Lehmböden und ein spezielles Mikroklima für ausgezeichnete Qualität. Im Herbst sind die Temperaturen durch den Einfluss des adriatischen Meeres mild. Die Südsteiermark ist zudem ausgesprochen sonnig.

Die Ernte

Geerntet wird heute immer noch zu einem großen Teil händisch, größere Betriebe verwenden auch Maschinen. Danach müssen die Kerne vom Fruchtfleisch herausgeschält werden. Dieser als „Ausheppeln“ bezeichnete Vorgang wird immer noch ausschließlich in Handarbeit ausgeführt. Die Kerne werden schließlich gewaschen und getrocknet. Dann geht es in die Mühlen, wo sie vermahlen werden. Das Mehl wird mit Wasser zu einem Brei vermischt, der dann unter ständigem Rühren geröstet wird. Dadurch entstehen die typischen Röstaromen und der nussige Geschmack des Öls. Der geröstete Kernbrei wird schließlich gepresst.

Zu original steirischem Kürbiskernöl werden weder Fremdöle hinzugefügt, noch sind Konservierungsstoffe oder andere Zusätze erlaubt.

Das Kürbiskernöl

Das Öl, das aus dem schalenlosen steirischen Kürbiskern gewonnen wird, ist dunkelgrün, naturbelassen, schmeckt köstlich nussig und ist mit seinem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren auch noch gesund. Es verfeinert cremige Suppen sowie Salate und passt hervorragend zu Käse, denn diese Kombination bringt die einzigartigen Aromen des Öls besonders zur Geltung.

Im Shop der GenussRegion haben wir sehr viele verschiedene Kürbisspezialitäten aus der Steiermark. Von den klassischen Ölen angefangen über Knabberkürbiskerne bis hin zu exquisiten Pestos. Hier finden Sie unsere Auswahl.

Rezept: Erdäpfelpuffer mit Räucherlachs

Zutaten (pro Portion):

  • 2 mittelgroße Erdäpfel
  • 1 Scheibe Räucherlachs
  • Kürbiskernöl
  • 2 TL Sauerrahm
  • Dill
  • Butter
  • Öl
  • Salz

Zubereitung:

  1. Vermischen Sie pro Portion jeweils 2 TL Sauerrahm mit etwas Kürbiskernöl und einem halben TL gehackten Dill.
  2. Schälen Sie die rohen Erdäpfel und reiben Sie sie mit einer Küchenreibe fein. Pressen Sie sie danach gut aus.
  3. Formen Sie nun handtellergroße, dünne Fladen aus den Kartoffeln. Nehmen Sie einen Fladen und belegen Sie ihn mit einer Scheibe Räucherlachs. Dann bedecken Sie den Lachs mit einem zweiten Fladen.
  4. Ein wenig salzen und dann in einer heißen Pfanne mit etwas Öl und Butter (beides mischen) auf beiden Seiten braten, bis die Puffer eine goldgelbe Farbe haben.
  5. Mit grünem Salat und der Rahm-Kürbiskernöl-Sauce anrichten und warm genießen.