Genussregion Südoststeirische Käferbohne

Montag, 03. Juli 2017

Genussregion Südoststeirische Käferbohne

In der Steiermark herrschen perfekte Bedingungen für den Anbau der Käferbohne. Diese ist dort schon seit Jahrhunderten heimisch.

Die steirische Käferbohne ist heute aus der Steiermark nicht mehr wegzudenken. Sie ist ein kulinarischer Fixpunkt wie das steirische Kürbiskernöl. Die Käferbohne wird in der Steiermark vor allem in der Südoststeiermark, im Vulkan- und Thermenland, kultiviert und angebaut.

Geschichte

Bohnen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sie stammen ursprünglich aus Zentralamerika und kamen um das 16. Jahrhundert nach Europa. Zu dieser Zeit fand die Käferbohne auch ihren Weg nach Österreich. Aufgrund ihrer Herkunft brauchte sie bestimmte klimatische Bedingungen, die sie in der Südoststeiermark, die vom illyrischen Klima beeinflusst wird, fand. Auch die Bodenbeschaffenheit ist optimal.

Zunächst wurde die Bohne im Hausgarten angebaut, schnell entwickelte sich jedoch eine bäuerliche Produktion. Seit dem 19. Jahrhundert gilt die Käferbohne in der Steiermark heimisch. Sie war wegen ihrer langen Haltbarkeit und ihrem gesundheitlichen Wert sehr beliebt. Heute werden Käferbohnen meist zusammen mit Mais angebaut, da sie eine Stützpflanze brauchen. Nach der gemeinsamen Ernte im Herbst werden die Bohnen vom Mais aussortiert.

Gesundheitlicher Wert

Die steirische Käferbohne ist ein Kraftpaket. Sie ist ein Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Ballaststofflieferant und fettarm. Sie enthält Vitamin B in hoher Konzentration sowie die Vitamine A und C. Zudem ist sie reich an den Spurenelementen Mangan und Selen, sowie an den Mineralstoffen Kalzium, Eisen und Natrium. Nicht zu verachten sind auch ihre bioaktiven Substanzen, denen krebshemmende sowie cholesterin- und blutdrucksenkende Eigenschaften nachgesagt werden.

Zubereitungstipps

Käferbohnen sind nur gekocht genießbar, sie dürfen roh nicht gegessen werden. Dafür spült man sie einfach ab und weicht sie in reichlich kaltem Wasser rund 12 Stunden ein. Nur, wenn die Bohnen gut quellen konnten, werden sie beim Kochen weich.

Je nach Verwendungszweck muss das Kochwasser unterschiedlich gewürzt werden. Für Salate wird das Wasser gesalzen, für Süßspeisen gezuckert.

Käferbohnen werden rund zwei Stunden gekocht.

Käferbohnenschnitte

Da es zu den Klassikern, wie Käferbohnensalat, schon so viele Rezepte gibt, stellen wir ihnen heute ein Süßspeisenrezept mit Käferbohnen vor.

Zutaten:

für den Rührteig:

  • 300 g Dinkelvollmehl
  • 250 g Staubzucker
  • 100 g Nüsse
  • 100 g Schokolade
  • 60 g Butter
  • 6 Eier
  • 1 Packung Backpulver
  • Brombeermarmelade

für die Creme:

  • 300 g Topfen
  • 250 g Käferbohnen
  • 200 ml Schlagobers
  • 100 g Staubzucker
  • 4 Blatt Gelatine
  • 2 EL Zucker
  • Rum

Zubereitung:

  1. Weichen Sie die Käferbohnen über Nacht ein und kochen Sie sie am nächsten Tag in Zuckerwasser, bis sie weich sind.
  2. Inzwischen bereiten Sie aus der Butter, dem Staubzucker und dem Eidotter einen Abtrieb zu.
  3. Schlagen Sie das Eiklar zu Schnee.
  4. Lassen Sie die Schokolade weich werden und geben Sie sie gemeinsam mit den Nüssen zum Abtrieb.
  5. Vermischen Sie Mehl und Backpulver. Gemeinsam mit dem Schnee heben Sie es unter die Masse.
  6. Streichen Sie die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backen Sie den Teig bei 180 Grad für rund 30 Minuten.
  7. Den noch warmen Teig mit Brombeermarmelade bestreichen und dann auskühlen lassen.
  8. Passieren Sie die Käferbohnen und verrühren Sie sie mit dem Topfen und dem Staubzucker.
  9. Weichen Sie die Gelatine in kaltem Wasser ein, bis sie weich ist, drücken Sie sie aus und lösen Sie sie schließlich in einem Topf mit etwas heißem Rum auf. Anschließend den Rum in die Masse rühren.
  10. Heben Sie nun geschlagenes Schlagobers darunter.
  11. Die so entstandene Creme streichen Sie gleichmäßig auf den Teig. Dann alles kalt stellen.
  12. In Stücke schneiden und genießen.

Guten Appetit.