GenussRegion Waldviertler Graumohn g. U.

Mittwoch, 31. August 2016

GenussRegion Waldviertler Graumohn g. U.

In der sanften, unaufdringlichen Stille des Waldviertels wächst eine ganz besondere Spezialität: der Waldviertler Graumohn. Dieser ist Rohstoff für viele Köstlichkeiten.

Die Region

Das Waldviertel war früher ein Gebiet mit großem Waldreichtum. Der Name hat sich bis heute erhalten.
Geografisch gesehen ist es eine Hochfläche, die sich im Nordwesten Niederösterreichs befindet und zum Böhmischen Massiv gehört.
Das Waldviertel grenzt im Norden an Tschechien, im Westen an Oberösterreich, im Süden bildet die Donau die Grenze und im Osten der Manhartsberg. Es umfasst eine Fläche von rund 4600 Quadratkilometern und ist von kontinentalem, trockenem Hochflächenklima geprägt.
Zentrum des Mohns im Waldviertel ist das Mohndorf Armschlag. Hier hat man sich ganz diesem Rohstoff gewidmet und neben allerlei interessanten Veranstaltungen gibt es natürlich auch köstliche Mohnspezialitäten.
Der Waldviertler Graumohn g. U. wurde schon 2005 als GenussRegion ausgezeichnet.

Geschichtliches

Menschen verwendeten Mohn schon seit langem als Nahrungspflanze.  Es gibt Belege, dass er schon in der Steinzeit gegessen wurde. Nach Europa kam der Mohn vor sehr langer Zeit. Im Waldviertel wurde er schon im 13. Jahrhundert als Heil- und Ölpflanze angebaut. Die Qualität des Waldviertler Graumohns zeigt auch die Tatsache, dass er bis 1933 an der Londoner Börse gehandelt wurde.
Heute wird er im Waldviertel je nach Nachfrage auf einer Fläche von bis zu 700 Hektar angebaut.
Davon hat auch das Auge etwas. Wenn man Ende Juni oder Anfang Juli ins Waldviertel kommt, blühen die Felder wunderschön in weiß, lila und rot.

Der Mohn

Der Waldviertler Graumohn ist etwas Besonderes. Nicht nur sein Äußeres unterscheidet ihn von seinen weißen und blauen Verwandten, die auch im Waldviertel angebaut werden. Er ist reich an Eiweiß, Mineralstoffen, organischen Säuren, Vitamin E und weist einen um fünf Prozent höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren auf. Von allen Speiseölen hat er den höchsten Gehalt an Linolsäure, was Graumohn-Speiseölen auch den Namen „Olivenöl des Nordens“ eingebracht hat.

Sollten Sie nun Lust auf eine köstliche Mohnspeise bekommen haben, machen wir Ihnen folgenden Vorschlag:

Weißmohnauflauf

Zutaten für 8 Portionen:

Auflauf:

  • 140 g Butter
  • 140 g Mohn
  • 140 g Zucker
  • 40 g Milch
  • 6 Eier
  • 40 g Brösel
  • 2 Semmeln
  • etwas Zitronenschale (unbehandelt)
  • Vanillezucker

Kirschsoße

  • 600 g entkernte Kirschen
  • 2 EL Honig
  • etwas Wasser
  • Zucker (nach Geschmack)
  • 2 cl Cognac
  • einen Schuss Orangen- und Zitronensaft
  • ein TL Maisstärke

Zubereitung:

Weichen Sie die Semmeln in heißer Milch ein. Trennen Sie die Eidotter vom Eiklar. Nehmen Sie die Butter, 1/3 des Zuckers und die 6 Eidotter und rühren Sie sie schaumig. Geben Sie die passierten Semmeln hinzu. Schlagen Sie den restlichen Zucker mit dem Eiklar zu Schnee und heben Sie den Schnee dann gemeinsam mit dem Mohn, den Bröseln und dem Vanillezucker unter die schaumige Eidottermasse.

Fetten Sie eine Backform ein und bestreuen Sie sie mit Kristallzucker. Füllen Sie die Masse ein und lassen Sie sie im Backrohr bei 200 Grad für ca. 45 Minuten garen.

Mischen Sie für die Kirschsoße alle Zutaten (bis auf die Maisstärke) zusammen und lassen Sie sie kurz aufkochen. Binden Sie die Soße dann mit der Maisstärke.

Nehmen Sie den Auflauf aus dem Ofen, stürzen Sie ihn auf einen Teller und richten Sie ihn mit warmer Kirschsauce und etwas Schlagobers an.

Guten Appetit.