Kräutertees - wohlschmeckende Heil- und  Genussmittel

Montag, 12. Oktober 2015

Kräutertees - wohlschmeckende Heil- und Genussmittel

Kräutertees haben eine lange Geschichte als Heilmittel. Als Genussmittel werden sie erst verhältnismäßig kurz eingesetzt. Dafür schmecken sie umso besser und wegen ihrer Vielfalt ist für jeden Menschen etwas dabei.

Streng genommen handelt es sich bei Kräutertee gar nicht um “Tee”, sondern um ein teeähnliches Erzeugnis. Das sind aromatische Aufgussgetränke, die aus frischen oder getrockneten Pflanzenteilen hergestellt werden. Als Tee darf nur bezeichnet werden, was aus der Teepflanze gewonnen wird.

Apropos Teepflanze: Im Gegensatz zu dieser, haben Kräutertees kein Koffein. Dafür haben sie eine ganze Reihe anderer Inhaltsstoffe. Verantwortlich für den Geruch und den Geschmack sind ätherische Öle, die in den Kräutern enthalten sind. Dazu kommen noch eine Reihe an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Polyphenolen.

Kräutertees kann man sowohl als Monodrogen, aber auch als Mischungen kaufen. Der Begriff “Drogen” kommt vom niederländischen Wort “droog” und bedeutet einfach “trocken”. Damit wurden früher getrocknete Pflanzenteile bezeichnet. Monodrogen sind also Kräutertees, die nur aus eine Pflanze bestehen, wie z.B. Kamillen- oder Hagebuttentee.

Tees können aber nicht nur von unterschiedlichen Pflanzen stammen, sondern auch von verschiedenen Pflanzenteilen. So gibt es Blüten-, Früchte-, Blatt-, Kraut-, Samen-, Wurzel-, Rinden- und Holzdrogen.

Die größten Anbaugebiete für Kräuterteepflanzen sind heute in Ost- und Südeuropa, Deutschland, China, Ägypten und Südamerika. Einzelne Zutaten stammen aber nach wie vor hauptsächlich aus Wildsammlungen, wie z. B. Lindenblüten, Brennnesseln oder Holunderblüten.

Damit Kräutertees möglichst lange ihr Aroma behalten, kann man bei der Lagerung einige Dinge beachten. Am besten wird Tee kühl, trocken und dunkel gelagert in einem luftdichten Gefäß. Obwohl getrocknete Kräuter lange haltbar sind, verlieren sie mit der Zeit doch ihre wertvollen Inhaltsstoffe. Es sollte also nicht zu lange gewartet werden, bis man sie aufbraucht.

Medizingeschichtlich sind Kräutertees gar nicht mehr wegzudenken, stellen sie doch wirkungsvolle Heilmittel dar, die seit Jahrhunderten gegen viele leichte Beschwerden eingesetzt werden. Noch heute findet man in Apotheken spezielle Mischungen, die zur Behandlung von Beschwerden dienen.

Klassischer Tee wird in Europa erst seit dem 17. Jahrhundert getrunken. Kräuter als Arzneitees sind dagegen schon sehr viel länger in Gebrauch. Es gibt Belege aus dem 5. Jh. v. Chr. Kräutertees, so wie sie heute in Gebrauch sind, haben sich aber erst seit etwa 200 Jahren durchgesetzt. Davor wurden Kräuter z. B. in Wein eingelegt und der gesamte Inhalt, samt Pflanzenbrei, getrunken.

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