Dienstag, 27. März 2012

Kürbiskernöl - das grüne Gold aus der Steiermark

Eine einzigartige Köstlichkeit

Das kaltgepresste, hocharomatische Öl mit der tiefgrünen Färbung hat einen einzigartigen, nussartigen Geschmack und zählt in seinem Heimatland Steiermark schon fast zu den Grundnahrungsmitteln.

Nicht nur sein unübertrefflicher Geschmack, sondern auch seine wertvollen Inhaltsstoffe und gesundheitsfördernden Eigenschaften machen es in der Küche unverzichtbar.

Verwendung
Kürbiskernöl ist ein Klassiker auf Salaten aller Art, über die steirischen Grenzen hinaus sind auch die Kürbiscremesuppe und die Kernöl-Eierspeis bekannt. Doch der Vielseitigkeit sind keine Grenzen gesetzt: Kernöl verfeinert Dips und Saucen und es wird auch immer mehr in Süßspeisen verwendet ( zB Kürbiskernkipferl, Kernölgugelhupf,…) und schmeckt auch hervorragend mit Vanilleeis. Aus den knusprigen Kürbiskernen lassen sich Krusten für Fleischgerichte oder auch süße Knödel zaubern. Einige Tipps finden Sie in unserer Rezepte-Sammlung (siehe Link unten)

Gesundheit
Kürbiskernöl enthält viele Mineralstoffe, das Spurenelement Selen und viel Vitamin E, außerdem wertvolle einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und schützt so vor freien Radikalen und kann den Cholesterinspiegel senken.

Es wird ihm eine positive Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt, zudem soll es den Blutdruck senken, Blasenleiden vorbeugen und die Prostata schützen. In der Volksmedizin trägt Kürbiskernöl auch das Synonym „steirisches Viagra“…

Ölgewinnung
Der steirische Ölkürbis reift am Besten in mildem Klima auf lehmig-sandigem Boden. Die Früchte werden ca. 8 – 10 kg schwer und enthalten bis zu 1000 Samen (Kürbiskerne). Diese wurden früher von Hand direkt am Feld „ausgebatzelt“. In kleineren Betrieben wird diese Tätigkeit auch heute noch von Hand ausgeführt. Die Samen werden anschließend gewaschen und schonend getrocknet. So können sie gelagert werden, und bei Bedarf kann das ganze Jahr über frisch gepresst werden.

Für die Ölgewinnung werden die getrockneten Kerne gemahlen und mit Wasser und Salz angerührt und geröstet. Unter ständigem Rühren verdunstet das Wasser. Ein Brei, der sogenannte Ölkuchen, entsteht. Zum Pressen wurde früher die „steirische Ölkuh“, eine Holzvorrichtung, verwendet, die durch händisches Schlagen mit einem Holzkeil bedient wurde. Heute wird hydraulisch gepresst. Für einen Liter Kernöl benötigt man rund 35 Kürbisse!