Osterzeit ist Brauchtumszeit

Mittwoch, 23. März 2016

Osterzeit ist Brauchtumszeit

Ostern ist die wichtigste Zeit im christlichen Kalender. Rund um dieses Fest haben sich viele verschiedene Bräuche auf der ganzen Welt entwickelt.

Im Christentum ist Ostern die Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi. Die Osterfeierlichkeiten finden jährlich zwischen dem 22. März und dem 25. April statt. Grund dafür ist, dass Tod und Auferstehung Jesu in eine Pessach-Woche fielen. Dieses jüdische Fest hat einen beweglichen Termin und so wechselt auch der Ostertermin jedes Jahr. In der Westkirche fällt er immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.

Die Verbindung zum Pessach-Fest findet sich auch noch in vielen europäischen Sprachen, wo das Osterfest mit einer Ableitung des aramänischen Wortes pas-cha, das eben an das hebräische Wort Pessach angelehnt ist, bezeichnet wird.

Regionale Osterbräuche

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich in verschiedenen Kulturen eigene, charakteristische Bräuche für die Osterzeit ausgebildet. Regionale Osterbräuche gibt es deshalb fast so viele, wie es Länder mit christlicher Tradition gibt. Hier sind einige dieser Bräuche:

In deutschsprachigen Ländern und den Niederlanden suchen Kinder vom Osterhasen versteckte, bunte Eier und Süßigkeiten.

In Griechenland wird nach den kirchlichen Feierlichkeiten Majiritsa gegessen, eine Suppe aus Lamminnereien. Am Abend gibt es in vielen griechischen Orten Feuerwerke.

In einigen europäischen Ländern hat das Bemalen der Ostereier prachtvolle Ausprägungen erreicht. Es handelt sich dort um eine eigene Kunst. Zu diesen Ländern gehören etwa die Ukraine und Tschechien.

In Mexiko wird zwei Wochen lang eine Art Volksfest gefeiert mit Musik und Tanz und die Straßen sind mit Girlanden geschmückt. Am Karfreitag ist es dafür ruhig, es finden nur Prozessionen statt.

In vielen Gegenden ist auch die Speisensegnung verbreitet. Dabei werden traditionelle Osterspeisen gesegnet und anschließend genüsslich verspeist. In Österreich gehören Osterschinken, Kren (Meerrettich) und Eier zur Grundausstattung der Osterspeisen. Die Fleischweihe - also die Segnung der Speisen - hat eine lange Tradition, die mindestens bis in 7. Jahrhundert zurückgeht. Das österreichische Weichfleisch ist dabei eine echte Delikatesse. (Dabei handelt es sich nicht um weiches Fleisch, sondern um geweihtes Fleisch.) Meist handelt es sich dabei um Schinken. Dieser stammt grundsätzlich von den Hinterbeinen des Schweins. Doch nicht jeder Schinken ist gleich. Es kommt auch darauf an, von welchem Teil des Schweins das Fleisch stammt und wie es zubereitet wurde.

Heute ist der Osterschinken nicht mehr nur klassisch gepökelt, geräuchert und gekocht und auch schon lange nicht mehr nur vom Schwein. Luftgetrocknete Karrees oder Filets werden immer beliebter.