Rotwein: edler, gesunder Genuss

Montag, 11. April 2016

Rotwein: edler, gesunder Genuss

Rotwein ist ein aus blauen Weintrauben hergestellter Wein, der im Vergleich zu Weißwein viel mehr Inhaltsstoffe enthält. Gerade deshalb werden ihm auch besondere, gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben.

Daten & Fakten

Rotwein wird schon sehr lange Zeit vom Menschen hergestellt. In der Nähe von Damaskus gibt es eine Pressanlage, die etwa achttausend Jahre alt sein soll. In all der Zeit hat sich die Herstellung nur bedingt geändert.

Das liegt an den Eigenheiten der roten Weintrauben. Die Farbpigmente, die dem Wein am Ende sein charakteristisches Rot verleihen, sitzen nur in den Schalen der Trauben. Das Fruchtfleisch ist praktisch farblos. Die Farbstoffe müssen also erst aus den Schalen herausgelöst werden, indem der frisch gepresste Traubensaft inklusive Traubenmaische (also Schalen, Fruchtfleisch, etc.) eine Zeit lang vergoren wird. Geschieht das nicht, erhält man Weißwein.

Durch die Vergärung werden neben den Farbstoffen auch noch viele weitere Inhaltsstoffe aus den Beerenschalen gelöst, die wichtigsten sind Aromastoffe und Tannine. Letztere schmecken bitter und sind für ein pelziges Gefühl im Mund verantwortlich. Sie wirken auch konservierend, weshalb einzelne Rotweine mehrere Jahrzehnte gelagert werden können.

Wichtig fürs Kochen

Rotwein spielt in der Küche eine wichtige Rolle, wo er zum Marinieren und Garen von Lebensmitteln eingesetzt wird. Es geht aber nicht nur darum, Speisen ein besonderes Aroma zu verleihen, sondern auch darum, Fleisch weich zu machen. Die Inhaltsstoffe des Weins greifen das Kollagen des Fleisches an, wodurch es zarter wird. Beim Garen trägt Rotwein zudem zur Aromenentfaltung bei.

Das “französische Paradoxon”

Ist Rotwein gesund? Diese Frage wird schon lange konträr diskutiert, vor allem im Zusammenhang mit einer Beobachtung, die als “französisches Paradoxon” bekannt wurde. In Frankreich ist die Zahl der Herzerkrankungen trotz eines hohen Konsums von Cholesterin und gesättigten Fettsäuren deutlich niedriger im Vergleich mit anderen Ländern mit ähnlichem Fettkonsum. Der hohe Rotweinkonsum in Frankreich ist dafür die wahrscheinlichste Erklärung. Demnach tragen die Inhaltsstoffe von Rotwein zur Herzgesundheit der französischen Bevölkerung bei.

Ist Rotwein gesund?

Vor allem die Polyphenole stehen im Fokus, wobei es erst wenige aussagekräftige Untersuchungen, dafür aber viele Indizien und Hinweise gibt. Polyphenole haben wahrscheinlich einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Darauf deuten neueste Studien hin, wo nachgewiesen wurde, dass sie einer Verengung der Blutgefäße entgegenwirken könnten.

Resveratol ist z. B. ein Polyphenol, dass heute als sehr potentes Antioxidans gesehen wird. Es soll positive Wirkungen bei Alzheimer, Arthritis, sowie Arteriosklerose haben und sogar gegen einige Arten von Krebs vorbeugen.

Dennoch dürfen diese Erkenntnisse nicht als Freifahrtschein für übermäßigen Alkoholgenuss gedeutet werden. Ob die gesunden Inhaltsstoffe gegenüber den schädlichen Wirkungen des Alkohols wirklich überwiegen, kann noch immer nicht sicher gesagt werden.

Bis dahin gilt es, den Wein als das zu sehen, was er ist: ein Genussmittel, das in mäßigen Mengen viel Freude bringt.

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