Genuss Region Shop

Schinken, Eier, Kren und eine Osterpinze – in der Region hat Ostern Tradition!

Mittwoch, 18. März 2015

Schinken, Eier, Kren und eine Osterpinze – in der Region hat Ostern Tradition!

In vielen Haushalten pflegt am Karsamstag vor dem Ostersonntag der Duft von „Geselchtem“ genüsslich durch den Haushalt zu ziehen. Ist das Schweinefleisch gekocht und abgekühlt, wird es liebevoll in einen Korb gepackt. Hart gekochte Eier, ein Stück Kren (Meerrettich), Osterbrot, etwas Salz… stecken mit unter der bestickten Decke. Gesegnet sei das Osterfest, gesegnet sei der Osterschinken als kulinarischer Hauptdarsteller!

Dass der Schinken vor dem Verzehr am Ostersamstag bzw. Ostersonntag einer priesterlichen Segnung – der Fleischweihe – unterzogen wird, hat lange Tradition. Brauchtumsforscher kennen diese Segnung des Osterfleisches seit dem 7. Jahrhundert. Manche sagen, die Fleischweihe sei in Polen entstanden, andere sehen den Ursprung in Slowenien. Unbestritten ist, dass Ostern unseren kulinarischen Alltag mit einer echten Delikatesse segnet. Wobei der österreichische Ausdruck „Weichfleisch“ überhaupt nichts mit der Konsistenz des Schinkens zu tun hat – er bedeutet nur: geweihtes Fleisch. Wei(c)hfleisch eben (es gibt übrigens auch das österliche „Weichbrot“).

Schinken kommt grundsätzlich von „Schenkel“ und meint das Hinterbein vom Schwein, also die Keule. Schinken ist allerdings nicht gleich Schinken, so ein Schwein ist groß, nicht alle Schinken stammen vom Schenkel und der Zubereitungsarten gibt es viele: Pökeln, Brühen, Braten, Trocknen, kaltes und warmes Räuchern und zahlreiche, fein-aromatische Kombinationen daraus.

Eines der zartesten und saftigsten Teile ist die so genannte Nuss vom Schwein, die meist geräuchert und gekocht auf den Ostertisch kommt. Klassisch auch das magere, feinfaserige Kaiserteil oder die Schale von der Oberkeule oder die gerollte Schulter – leicht durchzogen und saftig. Bevor es zu Ostern von der Familie verspeist werden kann, muss das Schweinefleisch aber noch gepökelt, geräuchert und gekocht werden: Das schmeckt!

Heute ist der Osterschinken allerdings nicht immer aus Schweinefleisch und auch nicht immer geräuchert und gekocht. Vor allem Karree und Filet erfreuen sich auch luftgetrocknet wachsender Beliebtheit – vor allem, wenn es im Trüffelmantel, also mit Trüffeln verfeinert kommt!