Steir. Kürbiskernöl - das schwarz-grüne Gold als Exportschlager

Dienstag, 11. Oktober 2016

Steir. Kürbiskernöl - das schwarz-grüne Gold als Exportschlager

In der Steiermark findet sich Kürbiskernöl in jeder Küche. Grund dafür ist sein einmaliger Geschmack, der auch außerhalb der steirischen Grenzen immer mehr Fans gewinnt. Die wichtigsten Fragen rund ums Kürbiskernöl klären wir hier.

Warum kommt das originale Kürbiskernöl aus der Steiermark?

Das hat zwei Gründe: Tradition und Zucht.

Die Ölherstellung aus Kürbiskernen praktizieren die Steirerinnen und Steirer schon lange Zeit. Eine erste schriftliche Erwähnung gab es bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert.

Zu dieser Zeit existierte der Steirische Ölkürbis in seiner heutigen Form noch gar nicht. Es gab damals nämlich keine Kürbissorte mit Kernen ohne verholzte Schale. Erst durch gezielte Zuchtversuche entwickelte sich schließlich die Sorte, die verantwortlich für das heutige köstliche Kürbiskernöl ist. Diese Sorte verbreitete sich ab 1870 in der ganzen Steiermark.

War Kürbiskernöl schon immer so beliebt?

Das kommt auf den Blickwinkel an. Es war schon immer sehr begehrt, wurde aber nur selten verspeist. Das liegt daran, dass steirisches Kürbiskernöl ursprünglich ausschließlich für Apotheken vorgesehen war. Diese stellten daraus verschiedene Heilmittel her. 1773 wurde dann behördlich festgelegt, dass das Öl nicht verspeist werden darf. Dafür war es viel zu wertvoll. In den folgenden Jahrhunderten wurde immer mehr Öl produziert und diese Verordnung wieder aufgehoben. Trotzdem stellten die meisten Bauern das schwarz-grüne Öl nur für den Eigenverbrauch her. Selbst in Österreich kannte das Öl außerhalb der Steiermark bis in die 1980er Jahre fast niemand. Seitdem wird es aber auch international immer beliebter.

Ist Kürbiskernöl gesund?

Kurze Antwort: Ja, ist es.

Lange Antwort: Steirisches Kürbiskernöl enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, die für den Körper wichtig sind. Neben Vitaminen der B-Gruppe bzw. den Vitaminen A, C und E enthält es viele Mineralien wie Kalium, Selen oder Zink. Mit rund 80 % ungesättigten Fettsäuren und vielen Antioxidantien ist es der Gesundheit sehr zuträglich.

Wie wird Kürbiskernöl verwendet?

Weil Kürbiskernöl zu rund 80 % aus ungesättigten Fettsäuren besteht, darf es nicht erhitzt werden. Stattdessen wird es vor allem in der kalten Küche verwendet. Es passt mit seinem vollnussigen Geschmack perfekt zu Salaten aller Art, es eignet sich aber auch hervorragend zum Verfeinern und Veredeln verschiedener Speisen und wird beim Anrichten als zusätzliches farbliches und geschmackliches Element verwendet. Es findet heute bei der Zubereitung von Vor-, Haupt- und sogar Nachspeisen Anwendung. Auch die Kürbiskerne selbst können in der Küche vielfältig eingesetzt werden.

Wie wird Kürbiskernöl hergestellt?

Nach der Kürbisernte im Herbst werden die Kerne vom Fruchtfleisch getrennt, was selbst heute oft noch händisch geschieht. Dann werden die Kerne gewaschen und getrocknet, wodurch sie lagerfähig werden. Das hat den Vorteil, dass Öl bei Bedarf stets frisch hergestellt werden kann. Dafür werden die Kerne dann gemahlen und mit Wasser und Salz vermischt. Diese Masse wird geröstet, wodurch sich die Aromen voll entfalten. Nach dem Verdampfen des Wassers wird die zurückbleibende Masse gepresst. Um einen Liter köstliches Kernöl zu erhalten, braucht man die Kerne von 30 bis 35 Kürbissen, also etwa 2,5 Kilogramm.

Jetzt hier die köstlichsten Kürbiskernöle der Steiermark kosten.