Mittwoch, 12. November 2014

Wilde Spezialitäten im Herbst – es ist aufgetischt!

Würste, Punkerl, Salamis, Pasteten, hauchdünn geschnittener Rohschinken… läuft Ihnen auch schon das Wasser im Munde zusammen? Langen Sie ruhig zu, es ist angerichtet – die Spezialitäten von Hirsch und Wildschwein sind, im Gegensatz zu industriell erzeugten Fleischprodukten, eine gesunde Alternative, die man mit gutem Gewissen genießen kann.

Geboren und aufgewachsen in der freier Natur im Wald, ist der Hirsch mit seinem beeindruckenden Geweih das größte Säugetier Mitteleuropas, das keine natürlichen Feinde mehr hat. Die Jagd ist daher die einzige Möglichkeit, den Bestand zu regulieren und das Wachstum in Grenzen zu halten.
Ausgewachsene Hirsch-Stiere werden übrigens bis zu 220 Kilo schwer und erreichen eine Schulterhöhe von 1,50 Meter. Die Kühe sind kleiner, aber auch beeindruckende Tiere. Sie fressen vor allem Kräuter und Gräser, aber auch Rinde, Harz, Flechten, Moose, Beeren oder Eicheln – alles zu 100 Prozent frei von Konservierungs-, Farb- und anderen künstlichen Zusatzstoffen…

Für den klassischen Hirschschinken werden Teile des Karrees genutzt – gesalzen, geräuchert und luftgetrocknet. Mit seinem besonders edlen Wildgeschmack ist der Hirschschinken eine echte Delikatesse. Die elegante dunkelrote bis rot-bräunliche Farbe und eine wunderbar-zarte Konsistenz lässt kulinarisch Interessierte schnell zu Liebhabern werden.

Hirsch hat auch kaum Kalorien, weil das Fleisch zwar eiweißreich, aber sehr fett- und damit auch cholesterinarm ist. Dafür beinhaltet es umso mehr Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren. Das Hirschfleisch kann vom Menschen dank der feinfaserigen Muskelstruktur leicht verdaut und in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Außerdem liefert es Vitamin B1, B6 und B12 sowie Mineralstoffe und Spurenelemente (Magnesium, Zink, Selen).

Auch Wildschweinfleisch wird nicht nur von Asterix und Obelix geschätzt, wobei wir im Gegensatz zu den Galliern vor allem die jüngeren Tiere, also die Frischlinge, lieben. Da auch diese Wildtiere ständig frei und in Bewegung sind, ist ihr Fleisch ebenfalls sehr fettarm. Im Gegensatz zum Hausschwein ist der Anteil an ungesättigten Fettsäuren beim Wildschwein viermal so hoch.

Auch, wenn die Schinken lange reifen müssen und schon vor Monaten mit der Erzeugung begonnen wurde – jetzt im Herbst ist Wild-Zeit. Wenn die Tage kürzer und die Nächte frostig werden, wächst unsere Lust auf gehaltvolles Essen – und damit auf Spezialitäten vom Hirsch und vom wilden Schwein!