Wissen, warum der Bartl den Most holt

Montag, 25. Juli 2016

Wissen, warum der Bartl den Most holt

Most erlebt in den letzten Jahren eine wirkliche Renaissance. Das hat viele Gründe. Der wichtigste: Er schmeckt köstlich.

Momentan befinden wir uns in einer Periode der Wiederentdeckung des Mosts. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften dieses vergorenen Traubensafts sind genauso verantwortlich dafür wie die Wiederentdeckung regionaler Naturprodukte und die Besinnung auf alte Traditionen.

Anders gesagt: Viele Menschen besinnen sich wieder auf ihre Wurzeln.

Most war jahrhundertelang der klassische Haustrunk. Es gab praktisch kein Haus, in dem ein Mostfass fehlte. Er konnte nämlich relativ einfach hergestellt werden und war dabei lange haltbar. Der Ruf als einfacher Haustrunk ohne Qualität hat sich mittlerweile geändert. Mit Hilfe von Ideenreichtum und Qualitätsbewusstsein haben österreichische Top-Produzenten diesem traditionellen Getränk neues, köstliches Leben eingehaucht.

Was ist Most?

Das Wort Most stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „junger Wein“. Genaugenommen handelt es sich dabei um durch Pressen gewonnenen Fruchtsaft aus Birnen, Äpfeln oder auch Trauben, der vergoren wird. In Österreich darf Most laut österreichischem Weingesetz auch als Obstwein bezeichnet werden.

Es gibt regional sehr viele verschiedene Varianten, die als Most bezeichnet werden. In Nieder- und Oberösterreich wird Most hauptsächlich aus gerbstoffreichen Mostbirnen gewonnen, wobei Äpfel in kleinen Mengen beigemengt werden. In Vorarlberg, Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland ist es umgekehrt. Dort stellen Äpfel die Hauptzutat dar, die teilweise mit Mostbirnen ergänzt werden. Most kann dabei sowohl gefiltert als auch ungefiltert sein. In Wien bekommt man, bestellt man einen Most, dagegen meist süßen, unvergorenen Traubensaft.

Geschichte des Mosts

Die Geschichte des Mosts ist eine sehr lange. Schon die alten Kelten tranken den vergorenen Fruchtsaft. Damals spielten vor allem gesundheitliche Aspekte eine Rolle. Most hat hervorragende, verdauungsfördernde Eigenschaften. Dazu kommt, dass Wasser früher oft mir Keimen versetzt war. Bei Most, der von Natur aus Alkohol enthält, gab und gibt es dieses Problem nicht.

Wie wird Most hergestellt?

Die Herstellung eines Mosts, der den höchsten Qualitätskriterien entspricht, ist so anspruchsvoll wie die Weinproduktion. Zunächst wird qualitativ hochwertiges Mostobst gelesen. Dieses Obst hat mehr Gerbstoffe als das Obst, das man im Supermarkt kaufen kann. Die Früchte werden nach dem Lesen gewaschen und gepresst. Der so gewonnene Fruchtsaft (wird auch Süßmost genannt) kommt danach für mehrere Wochen in Gärfässer, wo Hefen den natürlich enthaltenen Zucker in Alkohol verwandeln. Viele Produzenten geben heute die Hefekulturen künstlich hinzu, weil die Vergärung so besser kontrolliert werden kann. So wird gleichbleibende Qualität gewährleistet. Nach der Gärung wird der Most gefiltert und geklärt. Fertig ist die Köstlichkeit.
Fertiger Most hat zwischen 5 und 8 Volumsprozent Alkohol und liegt damit genau zwischen Bier und Wein.

Trends bei der Mostherstellung

Heute erhältliche Mostspezialitäten sind gemischte Moste, mit Apfel- und Birnensaft als Rohstoff. Jetzt ist aber eine Tendenz hin zu reinsortigen Mosten feststellbar, die sortentypisch ausgebaut werden. So hat Birnenmost weniger Säure, dafür mehr Gerbstoffe als reiner Apfelmost. Qualitativ hervorragender Most hat eine klare Farbe ohne Trübungen, riecht fruchtig und hat von Natur aus Kohlensäure.

Der Geschmack

Most schmeckt erfrischend spritzig nach Obst. Er eignet sich im Sommer, mit Mineralwasser gemischt, hervorragend als Erfrischung.

Im Mostviertel in Niederösterreich unterscheidet man sogar vier verschiedene Geschmacksrichtungen: mild, halbmild, kräftig und resch, je nach Zusammenspiel von Säure, Gerbstoffen und Restzucker. Ein kräftiger Most zeichnet sich bspw. durch seinen hohen Gerbstoffanteil bei gleichzeitig wenig Säure aus.

Hier können Sie das köstliche Mostangebot der Genussregion entdecken.